Corporate Influencer im Recruiting: Warum Mitarbeitende heute der stärkste Recruiting-Kanal sein können

Jessica Büttner

Definition: Was sind Corporate Influencer

Corporate Influencer sind Mitarbeitende, die über ihre eigenen Social-Media-Profile Einblicke in ihre Arbeit und ihr Unternehmen geben. Sie kommunizieren aus persönlicher Perspektive und wirken dadurch deutlich authentischer als klassische Unternehmenskanäle. Besonders im Recruiting helfen sie, Unternehmenskultur sichtbar zu machen und Vertrauen bei potenziellen BewerberInnen aufzubauen.

Inhaltsverzeichnis

Definition: Was sind Corporate Influencer

Corporate Influencer im Recruiting: Vorteile für mittelständische Unternehmen

Warum Corporate Influencer im Recruiting immer wichtiger werden

Achtung: Corporate Influencer sind keine Marketingkampagne

Welche Unternehmen besonders von Corporate Influencern profitieren

PDF-Leitfaden: Corporate Influencer für KMU - Schritt-für-Schritt-Anleitung

Warum Corporate Influencer im Recruiting nachweislich wirken: Zahlen und Studien

Herausforderungen beim Thema Corporate Influencer im Recruiting

So starten Unternehmen sinnvoll mit Corporate Influencing

Corporate Influencer im Recruiting: Warum Mitarbeitende heute der stärkste Recruiting-Kanal sein können

Besonders Geschäftsführer von KMU und HR-Leiter stehen aktuell vor einer Herausforderung: Sichtbarkeit im Arbeitsmarkt und eine starke Employer Brand. Während Konzerne und Start-Ups teilweise enorme Reichweiten auf LinkedIn und Co verbuchen und sich vor Bewerbungen kaum retten können, hat der Mittelstand teilweise Schwierigkeiten wirklich viral zu gehen und Stellen zu besetzen. Aber warum? Es wird gepostet, Trends ausprobiert, Videos gedreht und Stellenanzeigen auf allen möglichen Portalen veröffentlicht. Aber das will nicht so richtig wirken und es frisst Budgets.

Die Antwort ist in vielen Fällen überraschend simpel: Bewerber vertrauen heute weniger klassischen Unternehmensbotschaften und deutlich stärker echten Einblicken von Menschen aus dem Unternehmen. Genau deshalb gewinnt ein Thema immer mehr an Bedeutung: Corporate Influencer.

 

Definition: Was sind Corporate Influencer:

Corporate Influencer sind Mitarbeitende, die über ihre eigenen Social-Media-Profile Einblicke in ihre Arbeit und ihr Unternehmen geben. Sie kommunizieren aus persönlicher Perspektive und wirken dadurch deutlich authentischer als klassische Unternehmenskanäle. Besonders im Recruiting helfen sie, Unternehmenskultur sichtbar zu machen und Vertrauen bei potenziellen BewerberInnen aufzubauen.


 

Corporate Influencer im Recruiting: Vorteile für mittelständische Unternehmen

Corporate Influencer im Recruiting sind Mitarbeitende, die auf Plattformen wie LinkedIn über ihre Arbeit sprechen, Einblicke in Projekte geben, live von Messen und Ausstellungen posten oder ihre Erfahrungen im Unternehmen teilen. Nicht als Marketingkampagne, sondern als persönliche Perspektive, authentisch verpackt und Social Media-tauglich veröffentlicht. Recruiting über Social Media wie LinkedIn und XING sind dabei besonders zentral.

Für Unternehmen kann das ein enormer Hebel sein – vor allem im Recruiting. Denn Menschen vertrauen Menschen. Und die Unternehmensbotschaften von einer echten Person zu hören anstatt von einem anonymen Unternehmenskanal ist etwas anderes.

Ein weiteres Problem, vor dem der Mittelstand steht: Meist sind KMU tolle funktionierende Unternehmen und sehr gute Arbeitgeber. Aber sie sind weniger bekannt als klassische Consumer-Marken wie Kleinanzeigen, Milka oder Edeka oder große Konzerne wie Bosch und Siemens. Das bedeutet, Social Media Beiträge bekommen automatisch meist weniger Reichweite. Aber gerade im Wettbewerb um Fachkräfte kann es heute entscheidend sein, ob Unternehmen sichtbar sind oder nicht.

Aber auch KMU haben es mittels Corporate Influencer geschafft, enorme Reichweite über LinkedIn, X (früher Twitter) und Instagram aufzubauen. Und das können Sie auch. Ganz besonders um Ihre eigene Arbeitgebermarke und das Recruiting zu stärken.

 

Warum Corporate Influencer im Recruiting immer wichtiger werden

Der Arbeitsmarkt hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Fachkräfte informieren sich heute deutlich intensiver über Arbeitgeber, bevor sie sich überhaupt bewerben, denn ein Bewerbungsprozess ist aufwendig. Employer Branding über Social Media und Mitarbeiter als Markenbotschafter sind heute eine wichtige Säule. Sie schauen sich nicht nur Stellenanzeigen an, sondern auch Social-Media-Profile von Mitarbeitenden, Beiträge auf LinkedIn oder Diskussionen in Branchennetzwerken.

Das hat einen einfachen Grund: Menschen wollen verstehen, wie ein Unternehmen wirklich arbeitet, wie die Unternehmenskultur ist und ob es zu ihnen passt.

Ein Recruitingvideo oder eine Karriereseite kann vieles zeigen – aber sie bleiben immer Unternehmenskommunikation. Ein Beitrag eines Mitarbeiters über ein Projekt, eine Herausforderung oder einen typischen Arbeitstag wirkt dagegen deutlich authentischer und auf einer ganz anderen Ebene.

Genau hier entsteht der Effekt von Corporate Influencern. Sie geben Einblicke, die Unternehmen selbst kaum authentisch darstellen können.

Gerade im Mittelstand ist das ein großer Vorteil. Viele Unternehmen aus dem Maschinenbau, der Logistik oder der IT leisten hervorragende Arbeit, sind aber außerhalb ihrer Branche kaum sichtbar. Für Bewerber bleibt deshalb oft unklar, welche spannenden Projekte dort eigentlich entstehen und welche Benefits diese Unternehmen für potenzielle Mitarbeitende bereithalten.

Wenn Mitarbeitende anfangen, über ihre Arbeit zu sprechen, verändert sich dieses Bild sehr schnell.

 

Achtung: Corporate Influencer sind keine Marketingkampagne

Ein häufiger Fehler besteht darin, Corporate Influencer wie eine Marketingmaßnahme zu behandeln. Beiträge werden vorab abgestimmt, Inhalte stark kontrolliert und Texte möglichst perfekt formuliert.

Das Ergebnis: Die Beiträge wirken wie Unternehmenskommunikation – und verlieren genau den Effekt, den sie eigentlich haben sollen.

Corporate Influencing funktioniert anders. Es lebt davon, dass Menschen ihre eigene Perspektive teilen. Ein Entwickler berichtet über ein komplexes Problem, das er gelöst hat. Ein Recruiter erzählt von einer schwierigen Besetzung. Eine Führungskraft reflektiert über ein Projekt oder eine Entscheidung.

Solche Inhalte wirken deshalb, weil sie echte Erfahrungen zeigen. Unternehmen müssen dafür nicht jede Veröffentlichung steuern. Viel wichtiger ist es, Mitarbeitenden einen Rahmen zu geben und sie zu unterstützen.

 

Welche Unternehmen besonders von Corporate Influencern profitieren

Corporate Influencer funktionieren grundsätzlich in jeder Branche. Besonders stark wirken sie jedoch dort, wo Recruiting traditionell schwierig ist. Im Maschinenbau beispielsweise suchen viele Unternehmen dringend IngenieurInnen oder technische SpezialistInnen. Gleichzeitig wissen viele Bewerber gar nicht, an welchen spannenden Projekten diese Unternehmen arbeiten.

Ein Projektleiter, der über internationale Anlagenbauprojekte berichtet, kann hier mehr Interesse erzeugen als eine einfache Stellenanzeige.

Ähnlich verhält es sich im Logistik-Recruiting. Moderne Logistikzentren sind technologisch hochkomplex – trotzdem wird die Branche von außen oft unterschätzt. Wenn Führungskräfte oder Fachkräfte Einblicke in Prozesse, Technologien oder Herausforderungen geben, verändert sich die Wahrnehmung schnell. Außerdem ist es extrem spannend zu zeigen für wie viele und welche Kunden der Logistiker eigentlich arbeitet. Gleiches gilt aber auch für LKW-Fahrer oder Facharbeiter. Wer einen spannenden Arbeitsalltag hat, kann diesen ruhig auf Social Media zeigen – wichtig ist aber auch, die passende Plattform dafür zu finden.

Auch in der IT spielt Sichtbarkeit eine enorme Rolle. Entwickler interessieren sich häufig weniger für Hochglanzkampagnen als für konkrete technische Themen, Arbeitsweisen oder Teamstrukturen.

Corporate Influencer können genau diese Einblicke liefern.

 

PDF-Leitfaden: Corporate Influencer für KMU - Schritt-für-Schritt-Anleitung

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Im Leitfaden erfahren Sie unter anderem:

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Warum Corporate Influencer im Recruiting nachweislich wirken: Zahlen und Studien

Die Wirkung von Corporate Influencern ist nicht nur ein Trend, sondern durch Studien klar belegt. Laut dem Edelman Trust Barometer vertrauen 63 % der Menschen „einer Person wie ihnen selbst“ mehr als der Kommunikation eines Unternehmens. Gleichzeitig gelten Mitarbeitende als eine der glaubwürdigsten Quellen, wenn es um Einblicke in Unternehmen geht. Auch der Einfluss auf das Bewerbungsverhalten ist eindeutig: Laut LinkedIn informieren sich über 71 % der KandidatInnen vor einer Bewerbung online über Unternehmen, insbesondere über Social Media und Inhalte von Mitarbeitenden. Für HR und Geschäftsführung bedeutet das: Authentische Einblicke durch Mitarbeitende sind heute ein zentraler Bestandteil erfolgreicher Recruiting-Strategien.

 

Herausforderungen beim Thema Corporate Influencer im Recruiting

Obwohl das Potenzial offensichtlich ist, zögern viele Unternehmen beim Einstieg. Ein häufiger Grund ist Unsicherheit. Wer darf posten? Welche Themen sind erlaubt? Und wie verhindert man unpassende Inhalte? Was passiert bei einem Shitstorm? Was wenn nichts viral geht? Was wenn der Corporate Influencer das Unternehmen verlässt?

Diese Fragen sind berechtigt. Gleichzeitig zeigt die Praxis, dass Corporate Influencing am besten funktioniert, wenn Unternehmen nicht versuchen, jedes Detail zu kontrollieren. Authentizität funktioniert auf Social Media besonders gut.

Stattdessen braucht es klare Leitplanken und eine Corporate-Influencer-Strategie. Mitarbeitende sollten wissen, worüber sie sprechen können und welche Themen intern bleiben – auch im Hinblick auf rechtliche Themen und Datenschutz. Innerhalb dieses Rahmens sollten sie jedoch ihre eigene Stimme behalten.

Ein weiterer Punkt ist Zeit. Viele HR-Teams haben ohnehin volle To-do-Listen. Corporate Influencing wirkt deshalb schnell wie ein zusätzliches Projekt. In der Realität muss es das nicht sein. Schon wenige aktive Mitarbeitende können eine große Wirkung erzielen, wenn sie regelmäßig Einblicke teilen, authentisch, sympathisch und spannend sind.

 

So starten Unternehmen sinnvoll mit Corporate Influencing

Der Einstieg muss nicht kompliziert sein. Häufig reicht es, mit einigen motivierten Personen zu beginnen und gemeinsam erste Inhalte zu entwickeln.

Recruiter können über Recruitingprozesse oder Herausforderungen im Arbeitsmarkt sprechen. Fachkräfte können Einblicke in ihre Projekte geben. Führungskräfte können Erfahrungen aus der Zusammenarbeit im Team teilen.

Mit der Zeit entsteht so ein authentisches Bild des Unternehmens – und genau das ist für Bewerber heute besonders wertvoll. Corporate Influencer ersetzen natürlich keine Recruitingstrategie. Aber sie können ein entscheidender Baustein sein, um ein Unternehmen sichtbar und greifbar zu machen, die Arbeitgebermarke zu stärken und mehr Kunden und Bewerbungen zu generieren. Gerade im Wettbewerb um Fachkräfte kann das den Unterschied machen.

Genau hier setzt LUNISA an: Als spezialisierter Recruiting-Partner unterstützt LUNISA Unternehmen dabei, moderne Wege im Recruiting zu nutzen – darunter auch den gezielten Aufbau von Corporate Influencern, um Sichtbarkeit und Arbeitgeberattraktivität nachhaltig zu stärken.

Damit KMU noch einen besseren Einstieg in das Thema Corporate Influencer bekommen, haben wir einen kostenfreien PDF-Leitfaden mit Tipps und Schritt-für-Schritt-Anleitung erstellt.

Hier den Leitfaden zum Thema Corporate Influencer kostenfrei herunterladen.

 

Download Leitfaden Corporate Influencer im Recruiting

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(Bild: gemeinfrei / PEXELS / cottonbro studio)

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